Yoga für die Füße – Wie stehst du in deinem Leben?

8. April 2020 0 Comments

Yoga geht überall!

In Zeiten, wo alles auf dem Kopf zu stehen scheint, uns quasi der Boden entgleitet, ist es grundlegend wichtig wieder sprichwörtlich Boden unter die Füße zu bekommen! Yoga kann dir dabei helfen, fang direkt mit deinen Füßen an!

Die allermeisten Leute denken, man benötige für Yoga spezielles Equipment, Räucherstäbchen und tolle Klamotten. Ganz oft höre ich auch Sätze wie „Das ist nichts für mich, ich bin nicht gelenkig genug…“ – Dabei kann Yoga wirklich jeder immer und überall üben, manches geht sogar fast unbemerkt in mitten von Menschen.

Yoga für die Füße!?

Barfuß im GrünenKörperlich bilden die Fußsohlen unser Fundament, wie wir im Leben stehen und durchs Leben gehen. Plattfüße, Spreiz und Hohl- und Senkfüße sind weit verbreitete, ganz oft angeborene (vererbte) Formen, die uns durchs Leben begleiten.

Wir Frauen stecken nicht selten unsere Füße in diese irrsinnig schicken Highheels und nehmen Zehen- und Fußschmerzen billigend in Kauf. Ja wir durchtanzen sogar komplette Nächte in superschönen, aber sehr unbequemen Schuhen…. #ichauch 🙂

Fehlstellungen an unseren Füßen können sich über die Lebensjahre durch unseren ganzen Körper fortsetzen. So kann es passieren, daß ein schiefer Fußknochen (vielleicht durch Bruch erworben), sich nach Jahren als Knieschmerz oder Hüftleiden bis hin zu Rückenschmerzen ausdrücken kann. Einfach durch eine kleine Störung in der Synchonität der Körperbewegungsabläufe (Spiraldynamik), ausgelöst durch ein krummes aufsetzen oder schonen eines verletzten Fußes.

Energetisch enden alle subtilen Energiekanäle und auch die „feststofflichen“ Nervenbahnen, die unseren Körper durchziehen in den Füßen. So kannst du dir durch Fußmassagen oder eben die Beschäftigung mit deinen Füßen deinem ganzen Körpersystem etwas gutes tun. Über eine Fußreflexzonenmassage, was eine „Wissenschaft“ für sich ist, können Energien (wieder) zum fließen gebracht werden und geziehlt Organe und Körpersysteme angesprochen werden.

Auch unser „innere Haltung“ spiegelt sich in unserer körperlichen Haltung wieder. Die Füße sind dabei das Fundament. Man könnte dazu sich dazu selbst die Frage stellen „Wie stehe ich in meinem Leben?“ – Kannst du zu dir selbst, wie du bist und deinen Handlungen bedingungslos stehen? Hier liegt auch die Verbindung zu unserem Urvertrauen, dem Vertrauen ins Leben. Also ganz „Grund“legendes für unsere Lebensthemen finden hier ihre „Wurzel“ – Verwurzelung mit dem Leben. Erdung. Da-SEIN. Spüre da hin und schaue was dort eventuell gesehen werden will.

Oft eilen wir ziemlich „unbewußt“ durch unser Leben, arbeiten unsere To-Do-Listen ab und laufen so ein Stück weit an uns selbst, und dem wesentlichen unseres Lebens vorbei. Dieses Funktionieren in der Hektik unseres Alltagstrotts führen oftmals in die Unzufriedenheit, in Verbindung mit Stressoren kann uns dies im ungünstigsten Fall bis in Burnout und Depression führen.

Einfache Wahrnehmungsübungen lassen uns die Art wie wir stehen, gehen, laufen bewußt werden. Wir können uns dabei beobachten und unser Bewußstsein ab und an auf die Füße lenken, uns so tun wir uns auf allen Ebenen unseres Seins viel Gutes – einfach durch innehalten und spüren wo und wie du gerade im Moment stehst.

Wie du Lotusfüße bekommst – Einfache Übungen

Die Lotusblumeist in der Yogawelt und Spiritualität ein beliebtes Symbol. Sie hat vielschichtige Bedeutungen. Sie steht z.B. für Reinheit – denke an den „Lotuseffekt“.
Was weniger bekannt ist, sie hat Ihre Wurzeln – also ihre Füße– tief im Morast, im Schlamm und Schmutz des Untergrunds dem die Pflanze entwächst. So ist sie auch ein schönes Symbol für unser spirituelles Wachstum. Also fangen wir doch an, bei unserem Fundament unseren Lotus-Füßen, in all dem Urschlamm des Lebens, eine nährstoffreiche Basis, von wo aus wir ein Fundament schaffen aus dem wir ins Licht wachsen dürfen und den Morast verlassen um unsere Lotushaut in ihrer Reinheit zu zeigen.

Unsere Füße tragen uns auf der Erde durch unser Leben. Zeit, uns die Füße und unseren Stand bewußt zu machen und den Füßen zu danken, daß sie so wunderbar ihre Arbeit für uns tun.

Praktische Übungen

Hier eine geführte Anleitung für deinen Audio-Player

  1. Wo immer du gerade bist, stell dich Barfuß hin, schließe Deine Augen und nehme ein paar tiefe lange Atemzüge.
  2. Spüre deine Fußsohlen. Die Stellen, wo du den Boden unter den Füßen als Druck besonders gut wahrnehmen kannst.
  3. Lehne dich ein klein wenig nach vorne, bis du den Eindruck hast, dein Körpergewicht ist nun gleichmäßig unter deinen Füßen verteilt. Spüre.
  4. Dann Atme tief ein. Stell dir die Atemluft als Licht vor, das du einatmest bis hinunter in deine Fußsohlen und mit der Wiederholung ein wenig darüber hinaus. Stell dir vor, das Licht fließt wie kleine Wurzeln aus deinen Fußsohlen in die Erde. Verwurzle dich mit dem Platz auf dem du stehst.
    Achte darauf, jedes Ausatmen ganz vollständig auszuführen. Wenn du magst, stell dir vor, wie du mit dem Ausatmen Energie aus der Erde durch deinen ganzen Körper von unten nach oben fließen läßt. Gedanklich lass das Ausatmen bis hinauf über deinen Scheitelpunkt hinaus in die Unendlichkeit über dir fließen, um von dort oben neue Energie aus der Unendlichkeit durch deinen ganzen Körper bis hinunter in deine Wurzelfüße in die Erde fließen lässt.
    Spüre die Energie von Mutter Erde, das Gefühl von Stabilität die dich trägt, dir halt gibt und lass dich durchströmen.
    Spüre beim Einatmen den Raum über dir und um dich herum, lass diese Energie der Unendlichkeit, der unendlichen Möglichkeiten von oben nach unten durch dich fließen.
    Nimm dich selbst wahr, deinen Körper als Bindeglied zwischen diesen beiden Polen. Fühle die Lebensenergie, die durch deinen Körper fließt, dir Lebendigkeit schenkt und schenke dir selbst und dem Leben ein Lächeln für dieses Wunder 🙂 Nimm dir deine Zeit dafür.
  5. Du kannst nun deine Zehen nun kräftig nach oben ziehen und dann in die Erde graben und/oder kräftig einkräuseln – ein paar mal im Wechsel. Vergiss dabei nicht tief zu atmen.
  6. Spreize die Zehen weit auseinander und lass sie wieder locker – ein paar mal im Wechsel.
  7. Dann versuche den großen Zeh abzuspreizen. Das sollte ganz gut gehen. Spannen und locker lassen im Wechsel.
  8. Anschließend versuche den kleinen Zeh abzuspreizen – das ist eventuell gar nicht so einfach. Spannen und locker lassen im Wechsel.
  9. Stütze die Hände in die Hüften und mach große Kreise aus der Hüfte heraus. Verlagere dabei Kreisförmig dein Gewicht über deine Fußsohlen – Zehnspitzen/Ballen, Außen-/Innenkante, Fernsen usw.
  10. Dann lass die Arme locker Links und rechts hängen und nimm sie als Balacehilfe mit der Bewegung, wenn du über den Fuß der Länge nach abrollst – von den Zehenspitzen (Becken weit nach vorne, Arme zurück) bis zur Fernsenkante (Popo raus! Arme nach vorne)

Nun solltest Du gut geerdet sein, deine Fußsohlen und Beine gut durchblutet sein. Gehe nun festen Schrittes hinaus in die Welt und beschreite deinen Weg.

Falls du dir nicht sicher bist, ob Yoga für dich gut ist, frage vorweg deinen Arzt oder Heilpraktiker um Rat. In diesem Fall kann dir eventuell eine Podologin weitere gute Tipps geben.

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