Was Geburtsprozesse und Kreative Prozesse gemeinsam haben

31. Januar 2020 0 Comments

„Es ist wie in der Liebe:
Öffne Dich und laß es geschehen.
Laß das Kind zur Welt kommen.
Es genügt schon, daß Du ihm nichts entgegensetzt,daß du dich nicht fürchtest, dich nicht verwirren läßtvon der Kraft, der ungeheuren Gewalt,mit der das Kind geboren werden will.
Es ist dein höchstes Opfer,dein vollkommener Verzicht.
Etwas in dir muß dem Kind sagen können:Ja, verlaß mich, geh aus mir heraus.
Das ist das Leben. Vor dir. Nimm es.“      

Frédéric Leboyer

In diesen Worten von Frederic Leboyer (der die Grundsteine einer uns verlorengegangenen Geburtskultur gelegt hat), finde ich mich als Mutter und Kreative so oft wieder. Ich finde eine „Kopfgeburt“ -eine Idee- ganz handfest auf die Welt zu bringen hat in vielschichtiger Weise Parallelen zum Geburtsprozess. OK, es ist körperlich nicht so anstrengend, obwohl man sich auch den Kopf daran zerbrechen könnte). Dennoch fließt eine Idee (die aktuell noch 1000 andere Ideen mit aus dem Äther zieht) in mir, die aus mir herausbrechen möchten. Die Opfer von mir fordert, und mich mahnt mich dieser Sache vollkommen JETZT hin zu geben. Tu ich das nicht, kommt der Prozess ins Stocken und im blödesten Fall ist die Idee weg. Futsch.

Reminder
Reminder in meinem Kalender – was MIR aktuell wichtig ist !!

Das ist oft gar nicht so einfach, wenn frau eingebunden ist in Verpflichtungen des Alltags. So stehen uns (jedenfalls geht es mir gerade so) der ganze Alltags-Trott gegenüber und obendrein die Mahner, mit liebgemeinten Ratschlägen, ich solle mich doch nicht übernehmen, die älteren Semester darunter mit Sprüchen wie „Nicht, dass deine Familie darunter leidet“. Mal ganz ehrlich, würde man diese Aussage gegenüber einem Papa treffen, der sich auf den Weg macht? – Just think about it.

Es wird halt dauern … ich bin dabei … check! 🙂

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